"A Muur i mir". Die spezielle Beziehung von Büne Huber zum Publikum

Der Auftritt von Patent Ochsner war zweifellos ein Höhepunkt am heutigen Tag. Und die Fans strömten in Scharen, um ihren helvetischen Musikstar, sprich Büne Huber, zu hören und zu sehen. Ausser den Songs gab aber Büne Huber nicht viel Preis: nur einen Satz richtete er zu Beginn des Konzerts an sein Publikum. Nacher folgte ein Song nach dem anderen. Das Publikum scheint das nicht zu stören. Sie lieben ihren Star, vielleicht gerade wegen seiner wortkargen Art. Der Songtext "a Muur i mir" ist durchaus auch so zweideutig zu verstehen: "amour" der Fans - "eine Mauer" des Schweigens beim Künstler.


Die Musik und Texte selber überzeugten in gewohnter Manier, und im Publikum wurde lautstark mitgesungen und mitgeklatscht. Die Songs des neuen Albums "Stella Nera" kommen abwechslungsreicher daher. Neben melancholischen finden auch frohe Lieder ihren Platz.


Seifenblasen schweben aus dem Publikum über die Bühne. Und irgendwie passen sie zu Patent Ochsner. Der Schwermut ertrinkt im Wermuth und Träume platzen im Wartsaal des Sonnenkönigs.


Lange mussten die Fans warten. Venus, Venus, Venus skandierte die Menge. Als letzte Zugabe des Konzerts blühte die Rose im Schnee doch noch auf. Wie gesagt: das Publikum liebt seinen Star. Und einem «Bümplizer» scheint das Singen halt doch mehr gegeben zu sein, als das reden.


Für Biwidus: Tinu Zimmermann

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